Madagaskar
Doch die Umweltzerstörung ist enorm. Von den ursprünglichen Waldflächen sind heute nur noch zehn Prozent erhalten. Die artenreichen Regenwälder im Osten und Nordwesten der Insel sind grösstenteils verschwunden und die Zahl der zusammenhängenden Waldflächen hat drastisch abgenommen.
Eine Ursache des Waldverlusts ist die Armut. Madagaskar zählt zu einem der ärmsten Länder der Welt: 90 Prozent der Bevölkerung muss mit weniger als 2 US-Dollar pro Tag auskommen. Die Bevölkerung übernutzt die natürlichen Ressourcen um sich mit dem Nötigsten einzudecken. Auf der Strecke bleibt die Natur.
Für die Herstellung von Brennholz und Holzkohle sind viele Bauern zum illegalen Holzschlag gezwungen. Brandrodung gefährdet die langfristige Ernährungssicherheit zusätzlich. Deshalb setzt sich der WWF neben dem Schutz der Wälder auch stark für die Ernährungssicherheit in den Dörfern der Projektgebiete ein. Denn Umweltschutz ist nur möglich, wenn die lokale Bevölkerung alternative Einkommensquellen erhält.
Wie dies der WWF konkret umsetzt, zeigt das Beispiel eines WWF Projekts auf Madagaskar:
Werden Sie jetzt aktiv
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Madagaskar Patenschaft
Mit einer Patenschaft für Madagaskar helfen Sie, die ursprünglichen Wälder und reichen Meeresgebiete mit ihrer faszinierenden Artenvielfalt zu retten. -
Finger weg von Tropenholz
Geben sie Acht auf verstecktes Tropenholz ohne FSC-Label. Rückwände, Schubladenböden oder Sperrholz sind oft aus Tropenholz hergestellt.
Leistungsausweis
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In zwei Madagassischen Schutzgebieten (Vondrozo und Midongy) konnte mit neuen Monitoring-Methoden ein Anstieg des Vorkommens von Flaggschiff-Arten (Lemuren und seltene Vogelarten) um 50% im Vergleich zu 2008 nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse sind auf der einen Seite zurück zu führen auf die verbesserte Monitoring-Methode, bei der die lokale Bevölkerung mit einfachen Logbüchern Begehungen der Schutzgebiete durchführt. Auf der anderen Seite sind auch die Bedrohungen für die Tiere in diesen Schutzgebieten massiv reduziert worden.
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Management-Qualität der Schutzgebiete erhöhen
Bis 2016 macht Madagaskar grosse Fortschritte bei der Entwicklung effektiv gemanagter Schutzgebiete. Diese Gebiete werden im Einklang mit der lokalen Kultur gemanagt und tragen zu verbesserten Lebensbedingungen für die Bevölkerung und reduziertem Stress für die Ökosysteme bei.
Schutz wichtiger Tier- und Pflanzenarten
Bis 2016 werden Initiativen gestartet und wissenschaftlich fundierte Massnahmen getroffen, um den Schutz wichtiger Madagassischer Tier- und Pflanzenarten zu gewährleisten.
Nachhaltiger Fischfang
Bis 2016 bestehen lokale, nationale und regionale Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Management von Korallenfischen, Shrimps und Thunfisch.
Nachhaltige Energiegewinnung
Bis 2016 wird die Gewinnung von Energie aus nachhaltigen Quellen politisch und finanziell in einer Weise unterstützt, dass sie einen Beitrag an den Schutz der Wälder und an einen kleinen Madagassischen Fussabdruck leistet.
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Management-Qualität der Schutzgebiete erhöhen

Der WWF Madagascar verhandelt zur Zeit einen strengeren gesetzlichen Status der Madagassischen Schutzgebiete. Die Aussichten sind gut, dass die rechtliche Verankerung verbessert werden kann. Ausserdem konnten in sechs Schutzgebieten Partnerschaften mit lokalen Organisationen etabliert werden, die zum Schutz des Ökosystems und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung einen wichtigen Beitrag leisten.
Schutz wichtiger Tier- und Pflanzenarten

Das regionale Netzwerk zum Schutz der Meeresschildkröte arbeitet noch nicht effizient genug. Eine strengere Strafverfolgung des illegalen Handels mit Strahlenschildkröten wurde von den Madagassischen Behörden zugesagt, muss sich aber in der Praxis noch bewähren. Einige stark bedrohte Pflanzenarten konnten auf Listen der CITES-Kommission aufgenommen werden, für andere Arten dauert der Prozess noch an und kann erst im Sommer 2013 abgeschlossen werden.
Nachhaltiger Fischfang

Erste Beispiele zeigen, dass die Umstellung der Fischer auf nachhaltige Fangpraktiken erfolgreich ist: es werden gezielter die Fische gefangen, die sich auch gut verkaufen lassen, so dass das Einkommen der Fischer bei weniger Beifang steigt.
Nachhaltige Energiegewinnung

Die Gewinnung von Feuerholz ist nach wie vor problematisch: die Aufforstung mit schnell wachsendem Brennholz gelingt zur Zeit nicht. Die Erfolgsrate liegt bei nur 40%. Auch die Umstellung der Bevölkerung auf effiziente Brennholzkocher oder Solarkocher geht nur langsam voran.
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© R.Isotti, A.Cambone - Homo Ambiens / WWF-Canon
Ein springender Varis
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© WWF / Martina Lippuner
Chameleon auf Madagaskar
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© © Martin Harvey / WWF-Canon
Baobab (A. grandidieri) (Adansonia grandidieri); Madagascar Baobab ...
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© Sebastian Gehring / WWF Madagascar
Sieht aus wie ein Kletterseil: Eine farbenprächtige Schlange – eine ...
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© Axel Strauss / WWF Madagascar
Rote Punkte auf gelbgrünem Hintergrund – die Natur mag es bunt.
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© WWF-Canon / M. Harvey
Mohrenmaki (Lemur macao). Er springt von Baum zu Baum bis zu 8 ...
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© Harald Schuetz / WWF Madagascar
Der kleinste Primat der Welt: Nur gerade 30 Gramm wiegt dieser ...
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© Axel Strauss / WWF Madagascar
Bitte nicht stören: Frösche bei der Paarung.
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© WWF-Canon / Martin HARVEY
Katta (Lemur catta). Mutter mit Jungem, Südmadagaskar.
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© WWF-Canon / Martin HARVEY
Larvensifaka (Propithecus verreauxi), Madagascar. Larvensifaka ...
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© Martin Harvey / WWF-Canon
Aye-aye (Daubentonia madagascariensis); Madagascar




























Übersicht Leistungsausweis 2011/2012