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Das europäische Alpenraumprojekt

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Die Alpen erstrecken sich über 1’200 km von Nizza nach Wien, die höchste Erhebung ist der Mont Blanc mit 4’800 m. Das Gebirge erstreckt sich über acht Länder (Monaco, Frankreich, Italien, Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Österreich und Slowenien).
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Die Alpen sind eine der grössten und höchsten Bergketten der Welt. gehören zu den am intensivsten genutzten Ökosystemen der Welt, gleichzeitig sind sie aber auch einer der vielfältigsten Horte der Biodiversität.
Die Zerstörung von Lebensräumen ist die grösste Bedrohung für die Biodiversität in den Alpen. Gründe dafür sind: zunehmende Zersiedelung, nicht nachhaltige Landwirtschaft, Verkehrswege, rücksichtsloser Tourismus und Staudämme.

Die Alpen gehören zu den 238, vom WWF als global besonders wichtig und daher schutzwürdig eingestuften Ökosystemen der Welt (WWF Global 200). Um die Naturschätze der Alpen zu erhalten, ist ein neuer Ansatz gefragt. Die vier WWF Länderorganisationen Österreich, Frankreich, Italien und Schweiz arbeiten im Rahmen des Europäischen Alpenprogramms (EALP) eng zusammen. Oberstes Ziel ist die Umsetzung einer umfassenden, grenzüberschreitenden Strategie zum Schutz der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt in den Alpen.

DIE «NATURJUWELEN» DER ALPEN

Ein repräsentativer Teil der Biodiversität der Alpen wird durch die Arbeit des WWF in den ökologisch wertvollsten Gebieten, den «Naturjuwelen» der Alpen, erhalten. Aufgrund dieser Einschätzungen wurden 24 ökologisch besonders wertvolle Gebiete ausgeschieden, so genannte Priority Conservation Areas bzw. PCAs. Das sind die «Naturjuwelen» der Alpen. Für jede PCA entwickeln das EALP und seine Partner einen Aktionsplan zum Erhalt der Biodiversität.
  • Der WWF setzt sich für den Erhalt der artenreichen Trockenwiesen an den Hängen des Monte Generoso ein.
  • Der WWF setzt sich für die ökologische Aufwertung der Flüsse Vedeggio und Laveggio ein.
  • Der WWF setzt sich für den Schutz und die Wiederherstellung ökologisch bedeutsamer Lebensräume ein. Zu den wichtigsten Zielen gehört die Erhaltung traditionell bewirtschafteter Wälder.
  • Der WWF entwickelt die Managementpläne für ein kleines, aber für die Bevölkerung der Region bedeutsames Gebiet im Nordosten der Region Laghi Insubrici.

Werden Sie jetzt aktiv

  • Mit einer Alpenpatenschaft helfen Sie dem WWF die rund 30'000 Tier- und 13'000 Pflanzenarten in den Alpen zu schützen.
  • Mit einer Braunbär-Adoption erhalten Sie weit mehr als nur ein Plüschtier. Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie dem WWF, noch mehr für die Braunbären und ihren Lebensraum, die Alpen, zu tun.
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Die Naturjuwelen der Alpen.
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VERNETZUNG DER LEBENSRÄUME

Damit Schutzgebiete ihre Funktion erfüllen können, müssen sie für die Tier- und Pflanzenarten zugänglich sein. Um dem Problem der fehlenden ökologischen Vernetzung in den Alpen entgegen zu wirken, haben das EALP und seine Partner verschiedene Gebiete als Bindeglied für besonders schutzwürdige Regionen wie die Naturjuwelen der Alpen identifiziert. Der Schutz und die Aufwertung dieser Gebiete helfen beim Wiederaufbau des ökologischen Verbunds und machen die ungehinderte Wanderung von Tieren in den Alpen möglich.
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ZUSAMMENLEBEN MIT BÄR, WOLF UND LUCHS

In den Alpen waren Grossraubtiere fast ausgestorben, ihr Bestand hat sich jedoch wieder etwas erholt. Nachlassender Verfolgungsdruck ,der Wiederanstieg wildlebender Huftierpopulationen (Beutetiere) sowie internationale Naturschutzübereinkommen, wie die Berner Konvention, haben den Weg frei gemacht für die Rückkehr von Bär, Luchs und Wolf. Die natürliche Rückkehr der Grossraubtiere ist jedoch keineswegs gesichert. Die nur langsam wachsenden Populationen dieser Raubtiere werden weiterhin vom Menschen verfolgt, und die kleinen, stark fragmentierten Bestände sind oft nicht gross genug, um langfristig zu überleben. Deshalb setzt sich das EALP des WWF aktiv für die Grossraubtiere in den Alpen ein.

RETTUNG DER ALPENFLÜSSE

Städte und Dörfer in den Alpen, aber auch fernab der Alpen, sind auf das Alpenwasser angewiesen, sei es als Trinkwasser oder für die Versorgung mit Elektrizität aus Wasserkraft. Durch Eingriffe des Menschen und die globale Erwärmung geraten die Wasservorräte in den Alpen immer mehr unter Druck. Das Europäische Alpenprogramm des WWF hat einen seiner Schwerpunkte auf den Schutz des Wassers in den Alpen gelegt. Um sicherzustellen, dass Wasserkraftwerke die Natur möglichst wenig beeinträchtigen, setzt sich der WWF für die Vergabe von Ökosiegeln ein.

Leistungsausweis

  • Die Entwicklung des Wolfbestands in den europäischen Alpen ist sehr positiv. Im westlichen und zentralen Alpenraum bilden sich Rudel und es hat bereits Kontakt zwischen verschiedenen Populationen gegeben. Erfolgversprechend sind auch die Vorbereitungen zur Vernetzung von Lebensräumen in den Alpen. Mithilfe von GIS-Analysen wurden die wichtigsten ökologischen Korridore identifiziert und müssen nun renaturiert werden.
  • Schutz der Biodiversität in ausgewählten Gebieten

    Innerhalb von prioritären Gebieten ist die Biodiversität bis 2030 auf eine effektive Art und Weise geschützt.
     

    Vernetzung von Lebensräumen

    Bis 2030 nehmen relevante ökologische Korridore in den Alpen ihre Vernetzungsfunktion wahr.

    Schutz von Grossraubtieren

    Bis 2030 sind die Populationen der europäischen Grossraubtiere existenzfähig und miteinander verbunden.

    Erhalt von Alpenflüssen

    Bis 2030 hat sich durch die Arbeit des WWF die Situation der Flüsse in den Alpen verbessert: wichtige Habitate sind geschützt, wieder hergestellt und vernetzt.
  • Schutz der Biodiversität in ausgewählten Gebieten

    positiv
      Einige am Alpenprogramm beteiligte Nationen stellen wenig Einsatz und Ressourcen bereit. Darum ist es fraglich, ob mit den vorhandenen Mitteln die bis 2015 angestrebten wissenschaftlichen Erkenntnisse über zu schützende Arten und ihre Bedrohungen erreicht werden können.

    In einer Fokusregion wurde eine Allianz für Biodiversität etabliert, eine weitere befindet sich im Aufbau. Zur Zielerreichung fehlt noch die Lancierung eines Bündnisses in einem dritten Fokusgebiet.

    Vernetzung von Lebensräumen

    positiv   Die wichtigsten ökologischen Korridore im Alpenraum wurden mithilfe von GIS Analysen identifiziert. Ihre Etablierung wird allerdings zunächst an der Umsetzung von Massnahmen auf der Ebene der prioritären Gebiete selber abhängen. Die vorläufigen Resultate aus der Arbeit zum Alpen-Karpaten-Korridor stimmen positiv.

    Schutz von Grossraubtieren


    positiv
      Die WWF-Länderorganisationen der Alpen haben ein gemeinsames Schutzkonzept für Bären verabschiedet. Eine wichtige Rolle darin spielt die Aufklärungsarbeit, denn der jüngste Abschuss des Bären M13 in der Schweiz hat gezeigt, dass die Rückkehr der Tiere ohne Akzeptanz in der Bevölkerung nicht möglich sein wird. Die Populationsdynamik der Wölfe ist so vielversprechend, dass der WWF sich auf Akzeptanz-Massnahmen beschränken wird. Der Luchs-Bestand ist durch einen Mangel an genetischer Vielfalt geschwächt. Es ist bisher nicht gelungen, qualitativ und quantitativ genügend Daten zu sammeln, um die Wissensbasis für bessere Schutzmassnahmen zu generieren.

    Erhalt von Alpenflüssen

    positiv   Das Wissen um die schützenswerten Habitate in den Alpenflüssen ist lückenhaft und variiert von Land zu Land. Auf dieser Basis ist eine koordinierte Arbeit schwierig. Ein Projekt zur Erfassung der relevanten Daten in allen Ländern ist zur Zeit in Ausarbeitung. Erst wenn diese Wissenslücke gefüllt ist, können alpenweite Massnahmen getroffen werden.

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vor 2 Stunden @WWF_Schweiz